Abgeordneter Daniel Born hat einen schweren Fehler gemacht – da ist er nicht der Einzige.
Aber er hat Rückgrat bewiesen und Konsequenzen gezogen – da ist er eher die Ausnahme.
Rechtsextreme Populisten sind ein Schandfleck für diese Republik. Daniel Born ist sich mit der SPD einig: Der Kampf gegen Rechts muss geführt werden. Aber er muss mit den richtigen Mitteln geführt werden. Hinter einem Kandidaten einer gesichert rechtsextremen Partei ein Hakenkreuz zu kritzeln, ist eines Landtagsvizepräsidenten unwürdig - das steht außer Frage. Gerade in dieser besonderen Funktion musste Born auch in hitzigen Debatten darauf achten, dass die Würde des Parlaments gewahrt wird. Dass nun ausgerecht er diese mit Füßen trat ist nicht zu entschuldigen.Andere hätten es vielleicht verschwiegen oder ausgesessen. Er aber konnte seinen schwerwiegenden Fehler nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Das ist hochrespektabel, genau wie sein öffentliches Bekenntnis, für das er nun die Konsequenzen trägt – bis zum Äußersten: Daniel Born hat sich freiwillig geoutet, ist zurückgetreten, hat Ämter niedergelegt und seine Kandidatur zum Landtag aufgegeben. Er ist beschämt und sagt von sich, dass er sich diesen Fehler niemals verzeihen kann. Gewiss, das macht das Vorgefallene . . .
